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9. Kappensitzung 21.02.1987   

Programm:
1) Eröffnung - Einmarsch Elferrat - Gardetanz
2) Einzug KG Rüthen mit Prinzenpaar
3) Büttenrede TONI - Tippelbruder
4) KFD - 3.Kompanie des Schützenvereins
5) Minigarde Kallenhardt
6) Schunkelkette
7) Büttenrede Mathilde Kuilder - Päule der Miefmacher
8) Mädchengruppe der KKK
9) Jugendgruppe der KKK (Lötkolben)
10) Fanfarenzug Prinz-Regent Büren
11) Theatergruppe (Lotte Fan Club)
12) Tanzgarde Kallenhardt
13) Bauernballett
14)    Finale

Besonderheiten:
- musikalische Begleitung Hermann Funke Kapelle und Fanfarencorps
Prinz-Regent Büren und Hans Bartsch
-    Gäste: Schützenverein Meiste

Quelle: Der Patriot / Rüthen 23.02.1987

 

Zehn Jahre alt und jung geblieben

 Stimmungskanonen in der Narrenbütt

 K n e b 1 i n g h a u s e n. „Ninive Helau“, ein Ruf, der seit zehn Jahren in Kneblinghausen zur Karnevalszeit das Grußwort in der kleinen Rüthener Gemeinde ist. Und so bewies auch an diesem Wochenende die Kleine Kneblinghauser Karnevalsgesellschaft während Ihrer Jubiläumskappensitzung, dass die KKK und Kneblinghausens Einwohner eine Gemeinschaft sind die weiß, wie man Feste feiert. In der vollbesetzten Schützenhalle lief wieder einmal ein Programm ab, gestaltet von heimischen Akteuren, dass bewies, dass Karneval auch, oder gerade, auf dem Dorf noch Ursprünglich ist. Das Ortsgeschehen wurde von den Narren auf die Schippe genommen.  

Heinz- Josef Weber, Präsident der KKK, eröffnete ein Festival das bei jung und alt zu begeistern wusste. „Alte Profis“ stiegen ebenso in die Bütt wie das junge Gemüse. Die Jugendgruppe der KKK zeigte, dass in Kneblinghausen die Narren nicht mit Nachwuchssorgen zu rechnen brauchen. Aber auch die alten Narren- Hasen wussten zu begeistern. So spielte z.B. Toni Jacobs, seit Jahren ein Unikum auf den Sitzungen der KKK, all Ihre Büttenerfahrungen aus, um zu Beginn der fast dreistündigen Programme das Eis sofort zum brechen zu bringen. Schlag auf Schlag folgten nur noch Knüller. Ob die Frauengemeinschaft, die aufzeigte, dass die Schützen in Kneblinghausen ein dritte Kompanie dringend nötig hat- auf zwei Beinen kann man schließlich nicht stehen-, oder die Mädchengruppe, die die Elferratsmitglieder in einen Kannibalentopf schmoren ließ, die Stimmung im Saal stieg von Programmpunkt zu Programmpunkt. Ein sehr gefragter, aber auch geplagter Mann, war Josef Schmücker. Der Elferrat hatte Ihm eine schmackhafte, aber auch anstrengende Aufgabe zugedacht: Er durfte die Mädchen küssen müssen. Friedhelm Thomas, mittlerweile ein routinierter Conferencier, wusste geschickt mit Lokalpossen die Überleitungen zu den einzelnen Programmpunkten zu finden. Mit zur Bereicherung des Närrischen Abends zählten auch die Gäste aus Büren und Kallenhardt. Ein Gewinn für die närrische Szene dürfte die Minigarde Kallenhardt sein. Mit Ihrem Mäusetanz ließ sie sie Puppen tanzen. Das Rüthener Prinzenpaar, gemeinsam mit dem Elferrat der Rüthener Karnevalsgesellschaft Gast in Kneblinghausen, konnten sich davon überzeugen, dass hier kein einfältiges, dafür aber ein vielfältiges Programm geboten wurde. Zehn Jahre Ninive Helau, zehn Jahre Stimmung und Gemeinsamkeit. Der Karneval in Kneblinghausen braucht keine Sorgen zu haben, dass Ihm die Narren ausgehen.